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Sonntag, 5. Oktober 2014

Pereslavl-Zalessky

Am Montag ging es nach Pereslavl-Zalessky, eine Kleinstadt 150 km nördlich von Moskau -  Bestandteil des sogenannten Goldenen Ringes der historischen Städte nordöstlich von Moskau. Die Stadt liegt malerisch am Pleshcheyevo See, da wo Peter der Große Ende des 17. Jahrhunderts nach seinen Lehrjahren an den europäischen Werfen die russische Flotte zu bauen übte. Dieser wunderschöner Ort mit fünf Klostern und zahlreichen Kirchen ist voller magischen Kräfte, alten Legenden und strahlt unglaubliche Naturkraft aus.


Nach einer Legende aus der vorchristlichen Zeit strahlt dieser "Blauer Stein" eine heilende Kraft aus, er wurde damals im See versunken, da er als ein Gebetsstein der vorchristlistlichen Bevölkerung diente, angeblich bewegte er sich mit der Zeit lagsam zum Ufer - und wird  jetzt als Heiligtum verehrt.


auf dem Berg, da wo der Kreuz steht,  ist angeblicher Ursprungsort des Blauen Steines

An den Bäumen rund um den Blauen Stein werden die Bändchen angebunden, jedes Bändchen ein Wunsch! Sie sollen alle durch die magische Steinkraft in Erfüllung gehen.


Nikitas Quelle mit Heilwasser von einer alten Nonne, die hier allein mit zwei Katzen lebt, gepflegt


unglaubliche Weite wo man nur hinschaut...

das Nikita-Kloster gegründet vor 1186, heute wieder als Männerkloster betrieben



malerischer Fluss mit Seelilien und zahlreichen Fischern, die sehr gerne über ihr Fang erzählten

Die Kirche am Pleshcheyevo See

Naturschutzgebiet am See


typisch russische Holzhäuser

 die älteste Kirche der Stadt

 Landgarten bei Bügeleisenmuseum


Bügeleisenmuseum mit einer privaten Sammlung aus vergangenen Jahrhunderten und einem urwitzigen Museumsführer, selten habe ich so viel gelacht... der Mann mit dem verkehrt angezogenen Pulli ist ein leidenschaftlicher Erzähler und Wortakrobat, der fliessend in die Gedichtform überging und dabei die  unvorhersehbare Wendungen machte, so wurden die Wahrheit, Geschichten, Volskerzählungen und Witze miteinander vermischt... wahrhaftig ein seltenes Erlebniss!


das Nikolaus-Kloster gegründet 1350, seit 1993 wieder als Frauenkloster betrieben
 


Samstag, 4. Oktober 2014

Japanischer Herbst in Moskau

im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Japanischer Herbst" in Moskau nahmen wir an der Universität, die wir besuchten, an einem Shibori Workshop mit zwei japanischen Dozentinnen teil. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit (ca. 40 Minuten für den Workshop), um ihnen Fragen zu stellen. Laut ihnen hat die Farblösung Indigo Blätter, Waschsoda und Chemikalien, die die Flüssigkeit zum Schäumen brachten und dem Stoff den marmorierten Charakter nach der Färbung gaben, beinhaltet. Ich würde so gerne wissen, was das für Chemikalien waren. Auf die Schnelle färbte ich zwei Tücher, die nicht besonders genial geworden sind, aber es hat trotzdem Spaß gemacht…



Freitag, 3. Oktober 2014

Sergijew Possad

Am vorigen Sonntag ging es mit dem Expresszug in die russische Provinz – 70 km nord-östlich von Moskau gelegene Stadt Sergijew Possad (früher Sagorsk), wo sich UNESCO Weltkulturerbe das Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius befindet. Das Kloster mit zahlreichen Kirchen war am Sonntag voller Besucher und Gläubigen, Glocken läuteten, in Kirchen hörte man russisch – orthodoxe Choräle, die Gläubige standen Schlangen um den Segen zu holen, Hochzeitspaare posierten für Fotografen, zahlreiche Familien mit Kindern waren unterwegs, wodurch die Klosteranlage besonders festlich und belebt wirkte. Ein wunderschönes warmes sonniges Wetter, was Ende September bei Moskau eine seltene Erscheinung ist, hat zu der festlichen Stimmung einen großen Beitrag geleistet...














Mittwoch, 1. Oktober 2014

"Ärmel"

nach meiner Rückkehr aus Moskau werde ich einige Beiträge und Bilder zu dieser Reise posten.

Dieses Mal über das ganz besondere Konzept - Art Café "Rukav", wörtlich übersetzt "Ärmel". So heisst mit Nachnamen der Bildhauer, der im Nebenhaus seine Werkstatt hatte. Das Restaurant hat eine besondere Atmosphäre und vereinigt das Lokal, Werkstätte und eine Kunstausstellung, alle Kunstgegenstände sind käuflich - jeden Abend wird da Mitten im Lokal in einem Glasraum Akt gezeichnet, es gibt live Piano - Musik, das Lokal hat ein eigenes Fotostudio, eine riesige schwarze Rutsche und ist von der Toilette bis zur hintersten Ecke durchgestylt, vielleicht ein bisschen übertrieben aber sehr russisch - die Küche, die aus russischen und internationalen Gerichten besteht, ist sehr lecker!





Donnerstag, 18. September 2014

Blumen im Septemberregen



Die Blüten der Rispenhortensie Limelight waren voriges Jahr ziemlich mickrig und dieses Jahr so prachtvoll, riesig und schwer, dass sie dringend gestützt werden müssen. 

Schal in Shibori Technik

Bauwollbatist eignet sich als Material für Shibori- Technik sehr gut, da er ist sehr dünn ist und die Farbe schnell aufnimmt.



Sonntag, 14. September 2014

Garderobe für Herbstseason

diese Woche war die Vorbereitung der Garderobe zum Herbst- und Winterwetter auf dem Plan. So änderte ich die Bomberjacke des belgischen Designers Bruno Pieters ab. Die Vintage - Jacke, eigentlich eine Männerjacke, habe ich geschenkt bekommen. Danke Jürgen! Bei der Jacke mit der originellen Taschenlösung, die ich mir neu leider nicht leisten kann, musste ich nur die Ärmel extrem kürzen, sie passte sonst sehr gut. Passend zu der Jacke nähte ich mir eine Tasche aus dem hochwertigen österreichischen Loden, der bei den Möbeldesignern heutzutage sehr beliebt ist. Die Tasche analog der Tasche aus dem vorigen Jahr, da die Form sich sehr bewehrt hat, allerdings einige cm breiter, sodass mein MacBook gut reinpasst. Die Tasche wurde mit dem Schaumstoff verstärkt, so wird mein Schätzchen gut geschützt. Bei der Verarbeitung kam ich und meine alte PFAFF an absolute Grenze, da ich die Dicke von dem Loden unterschätzte… die Nähmaschine hat die Strapazen zum Glück überlebt, ich auch…